Was ist eine Empanada?
Eine Empanada ist eine dünne, gefüllte Teigtasche, die mit einem geflochtenen Rand verschlossen und goldbraun gebacken wird. Man isst sie warm aus der Hand, und in Argentinien gibt es sie überall: beim Mittagessen im Büro, auf dem Geburtstag, vor dem Asado und am Sonntagstisch.
Die Idee, eine Füllung in Teig einzuwickeln, ist alt und reiste aus dem Nahen Osten über Spanien nach Amerika. Aber die argentinische Empanada hat ihren eigenen Charakter: Der Teig ist dünner und zarter als bei einer Pizza oder einer Pastete, die Füllung ist saftig, und jede Provinz hat ihre eigene Version, die sie mit Stolz verteidigt.
Die regionalen Varianten
Salteñas
Klein und saftig, mit Kartoffel und etwas Schärfe.
Tucumanas
Handgeschnittenes Matambre, Frühlingszwiebel und Ei.
Cordobesas
Mit Rosinen und Zucker obendrauf.
Mendocinas
Oliven und viel Zwiebel.
Porteñas
Hackfleisch, hartgekochtes Ei und Olive.
Dazu kommen die mit Humita (cremigem Mais), mit Gemüse (Mangold oder Spinat in Béchamel), mit Schinken und Käse, mit Hähnchen. Jede Füllung hat ihren eigenen Repulgue, das Flechtmuster am Rand, damit man sie erkennt, ohne sie zu öffnen.
Wie man sie isst
Aus der Hand, ohne Besteck. Man hält die Empanada am Rand, beißt nach und nach ab und neigt sie, wenn sie saftig ist, leicht nach vorne. Mit Messer und Gabel zu essen ist etwas für Touristen: Niemand sagt etwas, aber alle schauen.
Man isst sie heiß, frisch aus dem Ofen. Die ideale Begleitung ist Chimichurri, die argentinische Sauce aus Petersilie, Oregano, Knoblauch, Chiliflocken, Essig und Öl. Sie bringt Frische und eine leichte Säure zur Füllung. In Argentinien trinkt man Rotwein oder eine eiskalte Limonade dazu; in Nürnberg, was euch am besten schmeckt.
Chimichurri
Petersilie, Oregano, Knoblauch, Chiliflocken, Essig und Öl. Die argentinische Sauce, die allem Frische gibt.
Die Empanadas von Patagonien
Bei Patagonien bereiten wir Empanadas mit hausgemachtem Teig und traditionellen Füllungen zu, aus dem Ofen. Auf dem Foto oben: links die mit Fleisch, rechts die mit Gemüse und in der Mitte das Chimichurri. Es gibt sie in zwei Varianten:
- Mit Fleisch, der Klassiker.
- Mit Gemüse, für alle, die kein Fleisch essen.
Und dazu könnt ihr immer einen Chimichurri-Dip nehmen. Ihr findet sie unter "Herzhafte Spezialitäten" in unserer Speisekarte, zusammen mit der Chipa, einem kleinen Käsebrötchen aus Maniokstärke, typisch für den Nordosten Argentiniens und Paraguay, das auch perfekt zu Kaffee oder Mate passt.
Bei Allergien: In der Allergenliste sind alle Zutaten aufgeführt.
Häufige Fragen
Sind argentinische Empanadas scharf?
Im Allgemeinen nicht. Anders als mexikanische oder manche aus dem argentinischen Norden ist die Empanada aus Buenos Aires würzig, aber mild. Wer Schärfe sucht, findet sie im Chimichurri mit seinen Chiliflocken.
Was ist der Unterschied zur galicischen Empanada?
Die galicische ist eine große, rechteckige Pastete, die in Stücke geschnitten wird. Die argentinische ist eine Portion für eine Person, wird aus der Hand gegessen und hat einen dünneren Teig.
Was ist Chipa?
Ein rundes Käsebrötchen aus Maniokstärke, typisch für Paraguay und den Nordosten Argentiniens. Es ist von Natur aus glutenfrei (enthält aber Käse und Ei), außen knusprig und innen elastisch.
Reicht eine Empanada als Mahlzeit?
Zwei oder drei, ja. Eine Empanada ist ein großer Happen; das typische argentinische Mittagessen ist ein Dutzend für vier Personen.
Wir erwarten euch in Nürnberg
Kommt bei Patagonien in der Kressenstraße 33 vorbei und probiert eine ofenfrische Empanada mit Chimichurri. Und wenn ihr noch Hunger auf Argentinien habt: Es gibt handgemachte Alfajores und Mate, um das Erlebnis komplett zu machen.